Geburtstag voller Geist – Wo Menschen zusammenkommen

Geburtstag voller Geist – Wo Menschen zusammenkommen

Geburtstag voller Geist – Wo Menschen zusammenkommen

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Geburtstag voller Geist – Wo Menschen zusammenkommen


Mehr als 160 Menschen feierten am Pfingstmontag rund um das Gemeindehaus Gutenberg einen besonderen ökumenischen Gottesdienst: Pfingsten – den „Geburtstag der Kirche“ – und zugleich das 40-jährige Bestehen des Ev. Gemeindehauses Gutenberg.

Unter freiem Himmel entstand eine Atmosphäre, die genau das spürbar machte, worum es an Pfingsten geht: Gemeinschaft, Begegnung und offene Türen. Zwischen bunten Wimpeln, gedeckten Tischen und sommerlichem Sonnenschein wurde gesungen, gebetet, gelacht und miteinander gefeiert.

In der Predigt stand die Frage im Mittelpunkt, was Kirche eigentlich ausmacht. Nicht Mauern oder Beton seien entscheidend, sondern die Menschen und ihre Geschichten. Vierzig Jahre Gemeindehaus bedeuten vierzig Jahre voller Begegnungen: Kindergruppen, Gespräche, Trost, Feste, Ehrenamt und gemeinsames Leben.

Dabei verband sich der Geburtstag des Hauses auf besondere Weise mit der Pfingstgeschichte: Gottes Geist zeigt sich dort, wo Menschen einander verstehen lernen, obwohl sie verschieden bleiben. Gemeinschaft entsteht nicht durch Gleichförmigkeit, sondern dort, wo Menschen einander Raum geben.

Nach dem Gottesdienst wurde rund um das Gemeindehaus weitergefeiert. Beim gemeinsamen Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen blieb viel Zeit für Gespräche und Begegnungen.

Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war der kurzweilige szenische Vortrag zweier Zeitzeuginnen, die lebendig von der Entstehung und dem Bau des Gemeindehauses berichteten. Mit persönlichen Erinnerungen, humorvollen Episoden und vielen kleinen Geschichten wurde spürbar, wie viel Herzblut, Engagement und Gemeinschaft in diesem Ort seit vier Jahrzehnten steckt.

Auch die Kollekte des Gottesdienstes bekam in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Sie wurde einem Hilfsprojekt von Interplast Germany – Sektion Bad Kreuznach gewidmet. Anlass dafür war eine Initiative von Jürgen Frank, bis Februar Bürgermeister der Ortsgemeinde. Statt persönlicher Geschenke zu seiner Verabschiedung bat er darum, Menschen in Afghanistan zu unterstützen. Gemeinsam mit André Borsche möchte er dort Kindern medizinische Hilfe ermöglichen und ihnen im wahrsten Sinne des Wortes „ihr Lächeln zurückgeben“.

Die Kirchengemeinde griff diese Idee spontan auf und entschied, die Kollekte diesem Zweck zu widmen und den Betrag aus eigenen Mitteln zu verdoppeln. So können nun insgesamt 2.000 Euro an Interplast Germany – Sektion Bad Kreuznach übergeben werden.

Vielleicht war genau darin an diesem Pfingsttag etwas von dem spürbar, wovon die biblische Geschichte erzählt: Dass Gottes Geist Menschen nicht bei sich selbst stehen lässt, sondern Herzen öffnet und Gemeinschaft entstehen lässt — weit über die eigenen Grenzen hinaus.

So wurde dieser Pfingstmontag selbst zu einer Geschichte voller Geist — und zu einem Fest, das zeigte: Kirche lebt dort, wo Menschen zusammenkommen.


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