"Ein feste Burg ..."
ie Evangelische Kirche wird erstmals 1225 in einer Urkunde erwähnt. Da Roxheim selbst älter ist kann davon ausgegangen werden, dass schon vorher eine Kirche existiert hat.
Der massige, burgähnliche Turm der Kirche stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Wie im Mittelalter im Hunsrück üblich, wurde die Kirche mit einem Ostturm gebaut.
Das Kirchensschiff wurde im Jahre 1738 erneuert, da das alte baufällig geworden war. Im Inneren der Kirche, unterhalb des Turm, sind noch Säulen von dem alten Chorraumgewölbe erhalten.
Reformation an der Nahe
Während der Reformationszeit wurden die Dörfer links unterhalb der Nahe evangelisch. Es ist zu vermuten, daß 1566 der erste evangelische Pfarrer eingesetzt wurde. Mit dem 30jährigen Krieg setzte auch in der Umgebung von Roxheim die Gegenreformation ein. Viele evangelische Pfarrer wurde aus ihren Ämtern verdrängt. Die evangelischen Gemeinden in den Orten Roxheim - Gutenberg und Hargesheim konnten sich weiterhin behaupten.
Nach den Bedingungen des Friedens von Ryswik mußte in allen Orten mit nur einer Kirche, diese von beiden Konfessionen benutzt werden ("Simultankirche"). So war es auch in Roxheim bis zum Jahre 1869. Aufgrund fortgesetzter Streitigkeiten wurden 5500 Taler an die katholische Gemeinde bezahlt, die daraufhin ihre eigene Kirche baute.
Das Pfarrhaus in Roxheim
Auf der Rückfront der Kirche befindet sich das Pfarrhaus in Roxheim. Der denkmal- geschützte Bau ist vermutlich zusammen mit dem Kirchenschiff 1736 errichtet worden. In Kombination mit dem Gemeindehaus bilden Kirche und Pfarrhaus, die alle um einen Hof herum gruppiert sind, einen zentralen Bezugspunkt in der evangelischen Gemeinde in Roxheim.
Im Erdgeschoss des Pfarrhauses ist gleichzeitig das Gemeindebüro beheimatet.
Pfarrerin Richter & Gemeindebüro
Geschichte und Renovierung

In den 70ern wurde die Kirche umfassend renoviert. Neben einem neuen Anstrich wurde auch ein elektrisches Läutewerk eingeführt. Nach den Erinnerungen eines Pfarrers sehr zum Leidwesen der Konfirmanden. Diese hatten während der Gottesdienste die Aufgabe des Läutens übernommen. Da sich die Seile im Rücken des Pfarrers befanden, boten diese reichlich Anlaß zu Turnübungen und Jux.

